Fragen und Antworten

Fragen, die Elisabeth Zöller immer wieder gestellt werden

 

»Warum schreiben Sie so gerne?«

 

»Ich schreibe gerne, weil ich schon als Kind aus Worten Texte machen wollte. Kleine Bausteine, die dann immer größer werden im Kopf. Ich wollte mit Worten Figuren lebendig machen. Es ist egal, ob ein Skinhead oder der Krissi, der verletzt wird, oder die Bella in der Chaosfamilie König oder Teddy, der sich versteckt im Hotel in New York.
Das war schon als Kind so, dass ich mir immer wieder Welten erschuf, die einfach über mein Zimmer, über unser Haus, in dem wir wohnten, über meine Schule ganz weit hinausgingen. Ich flog im Kopf um die Welt, ich konnte als Kind wirklich im Kopf fliegen, ich baute die höchsten Türme, ich radelte im Traum, ich fantasierte, im 19. Jahrhundert gelebt zu haben, ich versetzte mich in die Gestalt eines ganz Armen, eines Superreichen ... Das alles mit Ernsthaftigkeit, mit Schmunzeln.
Ich wollte und will heute noch in meinen Texten Welten erschaffen, die genauso sind oder ganz anders als unsere Welt.
Ich bin dabei stark beeinflusst worden von meiner Großmutter. Sie hat mich als Erste aufmerksam gemacht auf Menschen und ihre Gesichter. Ich ging mit ihr in die Stadt und wir spielten Gesichterschauen. Ich sollte ihr erzählen, was der Mensch, der gerade entlang ging, dachte oder fühlte. Und wir fantasierten weiter ....
Heute greife ich häufig zum Pinsel, auch zu einem Stück Holz, und erschaffe die Figuren, die in meinen Büchern wichtig sind, aus Holz und Farbe. Sie stehen dann vor mir, während ich schreibe. Und das ist spannend, weil sie, obschon sie aus Holz sind, lebendig werden, ganz lebendig.
Ich will viele Dinge lebendig machen. Ich will viele Dinge bewusst machen, ich will viele Dinge auch faszinierend machen. Schön. Geheimnisvoll und auch durchsichtig, klar.«


»Was machen Sie neben Ihrem Beruf gerne?«


»Es gibt vier Dinge, die ich ausgesprochen gerne tue:
Unterm Apfelbaum liegen und in den Himmel schauen. Dabei mit den Wolken verreisen.
Das Zweite: den Pinsel in die Hand nehmen und damit auf großen Leinwänden einfach Farbflächen entstehen lassen.
Das Dritte: Joggen, durch den Wald laufen, die Bäume bewegen sich fast, der Himmel ist über mir und die Kronen der Bäume, der Waldboden unter mir.
Als Viertes: lesen, lesen, lesen. Ich lese heute anders. Ich lese Bücher drei oder vier Mal, um den Rhythmus, die Stimmung, die Färbung der Wörter zu sehen, zu fühlen, zu riechen.«


»Gehen Sie gerne auf Lesereise?«

»Ich lese oder erzähle gerne aus meinen Büchern. Warum?
Weil ich dann sehe und erlebe, wie meine Texte wirken.
Weil ich merke, wie offen Kinder mitdenken, wie Jugendliche gebannt schauen, wie ich, mit den wenigen Worten, Welten aufbauen kann.
Dabei sprechen wir darüber, stellen gegenseitig Fragen.
Das finde ich ungeheuer spannend und bereichernd, das gilt hoffentlich auch für meine Zuhörer!«


»Woher haben Sie eigentlich all die Ideen?«

»An Ideen war ich niemals arm. Ich muss beim Schreiben sogar stark reduzieren.
Dazu kommt natürlich bei manchen Büchern die Recherche. Sie bringt erneut eine Fülle von Ideen.«


Falls ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr sie gerne per Mail an Elisabeth Zöller schicken. Oben auf der Seite findet ihr dazu einen E-Mail-Button.

 



Elisabeth Zöller