Historische Romane

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Wir hatten trotzdem Glück. Die Geschichte einer Flucht

Januar 1945: Wochenlange Fußmärsche, unvorstellbare Kälte, Hunger, wunde Füße, Bombenangriffe und viele, viele Tote – der dreizehnjährige Paul ist mit seiner Familie auf der Flucht.
 

Eine Geschichte aus Deutschland

Januar 1945: Wochenlange Fußmärsche, unvorstellbare Kälte, Hunger, wunde Füße, Bombenangriffe und viele, viele Tote – der dreizehnjährige Paul ist mit seiner Familie auf der Flucht. Auf der Flucht vor den Nazis, die in seiner Heimatstadt Breslau angesichts der drohenden Niederlage schlimmer wüten als je zuvor. Und vor der russischen Armee, die auf die Stadt zumarschiert. Wie lange werden sie unterwegs sein? Wohin wird es sie verschlagen? Wie werden sie an ihrem Ziel empfangen werden? Aber auch in größter Not und Lebensgefahr hat Paul manchmal einfach trotzdem Glück und erfährt Freundschaft und Menschlichkeit.

Schnörkellos und doch voller Emotionen erzählt Elisabeth Zöller die wahre Geschichte einer Flucht – und eines Neubeginns.

 

Preis € (D) 12,90

Preis SFR 23,80 (UVP)

224 Seiten, gebunden

ISBN 978-3-596-85250-5

Fischer Schatzinsel

 

Taschenbuchausgabe:

Preis € 6,95

221 Seiten, broschiert

ISBN-10: 3596807379

ISBN-13: 978-3596807376

Fischer Schatzinsel

  

  

Pressestimmen

 

Gibt es Mitgefühl für Millionen von Menschen? Autorin Elisabeth Zöller bezweifelt es. Sie erzählt lieber Einzelschicksale – wie in ihrem neuen Kinder- und Jugendbuch »Wir hatten trotzdem Glück«. Die »Geschichte einer Flucht« stellte sie jetzt in der Villa ten Hompel vor.

»Es gab 12 bis 14 Millionen Flüchtlinge während des Zweiten Weltkriegs und danach. Aber hilft eine Zahl, das Geschehene zu begreifen?«, überlegte die Kinder- und Jugendbuchautorin, die im vergangenen Jahr für ihr Engagement gegen Gewalt das Bundesverdienstkreuz erhielt. Bereits für den Roman »Anton oder die Zeit des unwerten Lebens« war die in Münster lebende Schriftstellerin 2005 mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis ausgezeichnet worden.

Wie bei »Anton« geht es auch in ihrem neuen Werk um die Zeit der Nationalsozialisten, um Verfolgung, Erniedrigung und Verzweiflung. Mit eindringlichen Worten und Gesten las Zöller einzelne Passagen aus ihrem Roman: Der 13-jährige Paul und seine Familie fliehen im Januar 1945 aus ihrer Heimatstadt Breslau vor den Nazis und der anrückenden russischen Armee. In Zügen und zu Fuß machen sie sich in eisiger Kälte wie viele andere auf den Weg in den Westen. Paul erlebt den Tod durch Luftangriffe ebenso wie den am Straßenrand, wenn Menschen erschöpft liegen bleiben und erfrieren. Irgendwann erreicht die Familie Osnabrück, wo sie in ein Bauernhaus einquartiert wird.

»Das Wort Flüchtling scheint ein Schimpfwort für alles zu sein«, erfährt der Junge. Aber er lässt sich nicht unterkriegen und bietet den Demütigungen Paroli. Und manchmal hat er in dieser Zeit der Not einfach Glück und erfährt ein bisschen und Menschlichkeit.

In klarer Sprache erzählt Elisabeth Zöller diese Geschichte von Verlust und Neuanfang. Es ist die ihres Ehemannes Peter Sandmann. Seine Familie habe diese Flucht überstanden, ihr sei die Integration in die neue Welt gelungen, erzählte sie. »Ich hab meinem Mann in dem Roman ein paar Dinge angedichtet. Einiges musste ich auch zusammenstauchen«, erklärte sie. Gezittert habe sie vor dem Moment, in dem er den Roman das erste Mal las. Jetzt ist das Buch erschienen.

Andrea Kutzendörfer in Stadtmagazin Echo, Münster, 1.3.2008



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Elisabeth Zöller